SPS 2021

"Wir wollen das 'New Normal' aktiv mitgestalten"

"Wir wollen das 'New Normal' aktiv mitgestalten"

Ende November öffnet mit der SPS endlich auch wieder eine große Automatsisierungs-Messe. Wir sprachen mit Sylke Schulz-Metzner,Vice President bei Mesago Messe Frankfurt GmbH, über die Veranstaltung in Corona-Zeiten und worüber sie sich als Veranstalterin am meisten freut.

Endlich wieder SPS in Nürnberg: Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn am 23. November die SPS startet?

Ganz klar: auf die persönlichen Begegnungen und Gespräche! Die machen eine Messe doch eigentlich erst aus und wir als Veranstalter haben sie in den letzten beiden Jahren sicherlich genauso schmerzlich vermisst wie unsere Aussteller und Besucher.

Im Herbst ist nun eine „neue Normalität“ in die Messehallen eingezogen. Wie sieht diese bei der SPS 2021 aus?

Die Pandemie ist zwar noch immer nicht vorbei, aber es ist uns wichtig, das von Ihnen angesprochene „New Normal“ aktiv mitzugestalten. Daher findet die SPS 2021 als 2G-Veranstaltung statt, was bedeutet, dass ausschließlich Geimpfte und Genesene Zugang zum Messegelände haben. Im Gegenzug entfallen dann Maskenpflicht, Mindestabstand und Personenbeschränkungen.

Worauf muss sich der Besucher also konkret einstellen und lässt das überhaupt eine „normale“ Messe, wie wir sie kennen, zu?

Unter den oben beschriebenen Bedingungen kann die Messe unter weitestgehend „normalen“ Bedingungen durchgeführt werden und wir können der Automatisierungsbranche einmal mehr eine Plattform für persönlichen Austausch mit Fachkollegen und die Präsentation neuer Lösungen bieten.

Neu wird auch das hybride Konzept sein, denn bisher fand kaum eine Industriemesse wirklich hybrid statt. Und rein digitale Messen sind nicht unbedingt von Erfolg gekrönt gewesen. Was dürfen die Teilnehmer dahingehend von der SPS 2021 erwarten und was machen Sie anders?

Unser hybrides Format basiert auf einer engen Verzahnung von Präsenzmesse und digitalem Programm: Vorträge werden live von der Messe gestreamt und auf der digitalen Plattform „SPS on air“ übertragen. Besucher der Präsenzmesse können sich bereits ab dem 15. November oder auch erst im Nachgang der Veranstaltung bis zum 3. Dezember mit den Ausstellern Kontakt aufnehmen, Termine vereinbaren oder mit anderen digitalen Teilnehmenden vernetzen. Wie Sie sagen gibt es noch nicht viele Erfahrungswerte in diesem Bereich. Wir sehen das hybride Konzept jedoch als große Chance, auch diejenigen, die nicht persönlich vor Ort sein können, mit einzubeziehen, ihnen eine Austausch- und Weiterbildungsmöglichkeit zu bieten und somit das „New Normal“ aktiv mitzugestalten.

Dass Messen und Veranstaltungen aktuell die Aussteller- und Besucherzahlen von vor Corona nicht erreichen können, war absehbar, zumal vor allem Teilnehmer aus USA und Asien wegbleiben werden. Mit welchem Zulauf rechnen Sie für 2021? Und spielt wirklich nur Corona eine Rolle oder auch evtl. Lieferengpässe bei Unternehmen?

In erster Linie scheinen tatsächlich die teilweise immer noch andauernden Reisebeschränkungen der Grund zu sein, warum einige Unternehmen in diesem Jahr nicht teilnehmen können. Wir gehen aber davon aus, dass ein Großteil der potenziellen Teilnehmenden, die nicht nach Nürnberg reisen können, die digitale Plattform nutzen wird, um sich über aktuelle Branchentrends auf dem Laufenden zu halten.

770 erwartete Aussteller sind ca. 50% zu 2019. Bedeutet das auch kleinere Gesamtflächen, Reduzierung der Hallen oder nur Verbreiterung der Gehwege und Ausdehnung von Meeting-Inseln?

Natürlich reduziert sich durch die Ausstellerzahl die Gesamt-Ausstellungsfläche, wir haben uns jedoch dafür entschieden, die Messehallen fast unverändert zu nutzen. Zum einen, um die Messehallen luftiger gestalten zu können, zum anderen aber auch wegen der thematischen Aufteilung der Hallen, die den Besuchern die Orientierung auf der Messe erleichtert.

Was wünschen Sie sich denn persönlich für die SPS 2021?

Ich wünsche mir, dass es uns gelingt, auch unter diesen etwas erschwerten Bedingungen die globale Automatisierungsbranche zusammenzubringen. Dass das hybride Veranstaltungsmodell ein Erfolg wird und sowohl Anbietern als auch Teilnehmenden einen echten Mehrwert bietet.

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