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KEBA wächst um 8,5 % und setzt auf KI als Wachstumstreiber

KEBA wächst um 8,5 % und setzt auf KI als Wachstumstreiber

Die KEBA Gruppe blickt auf ein solides und erfolgreiches Geschäftsjahr 2024/25 zurück. Trotz geopolitischer Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheiten und einer schwachen Konjunktur in Europa konnte die international tätige Unternehmensgruppe ihren Umsatz auf 514,9 Millionen Euro steigern. Das entspricht einem Wachstum von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der internationale Geschäftsanteil lag unverändert hoch bei rund 90 Prozent.

Das strategische Fundament von KEBA – eine breite Diversifizierung in Märkte und Branchen – erwies sich erneut als stabilitätsstiftend. Mit 28 Niederlassungen in 16 Ländern sowie Produktionsstandorten in Österreich, Deutschland, den Niederlanden und China verfolgt KEBA weiterhin das Prinzip „local-for-local“. Der Personalstand blieb mit rund 2.100 Mitarbeiter:innen stabil, mehr als die Hälfte davon in Österreich.

Investitionen in Forschung und Entwicklung sind für das Technologieunternehmen ein zentraler Erfolgsfaktor. Im abgelaufenen Geschäftsjahr flossen 83,2 Millionen Euro in F&E, was einer Quote von 16,2 Prozent entspricht.

Starke Entwicklung in allen Geschäftsfeldern

Alle drei Geschäftsfelder – Industrial Automation, Handover Automation und Energy Automation – konnten neue Kunden gewinnen und ihre Position am Markt festigen. Im Bereich Industrial Automation gelang es, trotz Investitionszurückhaltung im europäischen Maschinenbau, neue Großkunden zu gewinnen. Besonders in Südostasien und China trugen stabile Nachfragen nach hochwertigen Automatisierungslösungen zum Erfolg bei. Ein Highlight war die steigende Nachfrage nach innovativen Antriebsreglern für Windkraftanlagen, die in Europa, Asien und den USA eingesetzt werden.

Das Geschäftsfeld Handover Automation erreichte im abgelaufenen Jahr den höchsten Umsatz seiner Geschichte. Starke Impulse kamen aus den Bereichen Banking und Logistik. Mit der neuen Paketstations-Generation „loxmate“, die u. a. mit PV-Panels für netzautarken Betrieb ausgestattet ist, stärkte KEBA ihre Rolle als einer der führenden Anbieter in diesem Segment. Im Bankenbereich blieb die Nachfrage nach modernen SB-Automaten hoch, während neue Geschäftsfelder wie Digital Public Services und KI-Assistenzlösungen erste Erfolge verzeichneten.

Auch Energy Automation profitierte von einer steigenden Nachfrage nach Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Mit der Markteinführung der Wallboxgeneration KeContact P40 und der Übernahme des österreichischen DC-Ladeanbieters EnerCharge deckt KEBA nun das gesamte Spektrum an AC- und DC-Ladelösungen ab – von privaten Anwendungen bis hin zu Schnellladern für LKW.

Gezielte Akquisitionen und KI als Wachstumstreiber

Neben EnerCharge übernahm KEBA im April 2025 das oberösterreichische KI-Unternehmen 7LYTIX. Die Integration des Spezialisten für KI-Technologien stärkt KEBAs digitale Kompetenz und beschleunigt den Ausbau des Digital Business.

Künstliche Intelligenz ist längst ein zentraler Bestandteil der KEBA-Strategie. Das Unternehmen entwickelt KI-Lösungen für seine Produkte und setzt sie in internen Prozessen ein. Beispiele sind das KI-Erweiterungsmodul AE 550 für industrielle Anwendungen, der KI-gestützte Sicherheitsassistent „KeBob“ für Foyers sowie ein mehrsprachiger Sprachassistent, der künftig an SB-Automaten und Ladestationen für intuitive Nutzerführung sorgen soll.

Ausblick

KEBA sieht sich dank ihrer Diversifizierung und internationalen Präsenz gut aufgestellt, um vom wachsenden Bedarf an Automatisierungslösungen zu profitieren. Investitionen in Forschung, digitale Technologien und neue Märkte werden fortgesetzt. Künstliche Intelligenz und Open Innovation bleiben die zentralen Treiber, um den globalen Wettbewerbsvorsprung auszubauen.

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