Neubau

Der Zukunft Platz machen

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Maxon hat in Obwalden (Schweiz) für 16 Millionen Franken ein neues Produktionsgebäude am exakt selben Ort gebaut, wo vor 60 Jahren alles begonnen hat. Wo einst Scherfolien hergestellt wurden, entstehen heute präzise Antriebssysteme für Hightech-Anwendungen.

Am Hauptsitz des Antriebsspezialisten Maxon verschwindet ein Stück Geschichte und macht der Zukunft Platz. Während der letzten zwei Jahre wurde das älteste Produktionsgebäude des Unternehmens bis auf die Grundmauern abgerissen und neu errichtet – mit einem zusätzlichen Stockwerk und der Bezeichnung Technology Center IV (TC IV).

Genau an dieser Stelle startete vor 60 Jahren die Erfolgsgeschichte von Maxon mit der Gründung der damaligen Interelectric AG. Von Motoren und Antriebssystemen war noch keine Rede, stattdessen wurden im galvanischen Verfahren Scherfolien für Rasierapparate produziert. Das markante Gebäude mit Sheddach hat über Jahrzehnte das Bild des Campus in Sachseln geprägt, auch wenn zwischenzeitlich viele weitere Bauten hinzugekommen sind.

In das neue Technology Center IV hat Maxon 16 Millionen Franken investiert. Darin enthalten sind der Neubau der Produktion mit einer Fläche von 2400 Quadratmetern, die Sanierung des Bürotrakts sowie der Ersatz der Energiezentrale. Die alte Ölheizung ist durch eine hoch effiziente Grundwasser-Wärmepumpe ersetzt worden. Analog zu den anderen Technology Centern vor Ort hat das neue Gebäude eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, die 120 kW Peak-Leistung liefert. Zusammen mit den bestehenden Anlagen sind nun auf dem Campus Sachseln 670 kW installiert.

Ab anfangs Oktober werden bestehende Produktionslinien, die temporär auf dem Campus untergebracht waren, ins TC IV verschoben. Zudem werden dort neue Antriebssysteme produziert. Etwa für die Medizintechnik, Robotik oder Automobilindustrie. Unter anderem entsteht in den neuen Räumlichkeiten eine Montagelinie für Spezialmotoren, die für hochdynamische Stossdämpfer in luxuriösen Sportautos benötigt werden. «Wir haben in Sachseln eine top Infrastruktur», sagt Standortleiter Daniel von Wyl an der Eröffnungsfeier am 9. September vor geladenen Gästen. «Mit dem neuen Gebäude machen wir nochmals einen großen Sprung betreffend Nachhaltigkeit und Umwelt.

Maxon produziert hier mittlerweile so viel Strom wie zirka 100 Einfamilienhäuser verbrauchen. Mit der zusätzlichen Produktionsfläche im TC IV haben wir die Voraussetzung geschaffen, um neue Produkte und Projekte zu realisieren». Die Bautätigkeiten am Hauptsitz sind mit dem Abschluss des TC IV aktuell beendet. Maxon investiert aber auch in anderen Ländern, unter anderem in Großbritannien, wo in den nächsten Jahren ein modernes Produktionsgebäude für Parvalux errichtet wird. Ein Unternehmen, welches seit 2018 zur Maxon-Gruppe gehört.

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