Künstliche Intelligenz
Interview: Der Siemens Industrial Copilot – generative KI für die Industrie
Die Innovation wurde von der Deutschen Messe AG mit dem Hermes Award 2025 ausgezeichnet
Der Siemens-Konzern hat einen generativen KI-gestützten Assistenten für die Industrie entwickelt - den Siemens Industrial Copilot, ausgezeichnet mit dem Hermes Award 2025. Ob im Bereich Design, Planung, Engineering oder Betrieb – der KI-Assistent hilf Unternehmen dabei, Zeit und Ressourcen zu sparen.
Im Interview erklärt Marketing Managerin Bianca Höflinger ein paar Details.
Frau Höflinger, was ist ein Industrial Copilot?
Der Siemens Industrial Copilot ist ein generativer KI-gestützter Assistent, der mit Menschen interagieren kann und sie in ihrer Arbeit unterstützt. Mit seinen Industrial Copilots bringt Siemens die generative KI in die Industrie und berücksichtigt dabei Bereiche entlang der gesamten Wertschöpfungskette - von Design und Planung über Engineering und Betrieb bis hin zum Service.
Welche Vorteile hat der Einsatz von Industrial Copiloten für die Industrie?
Die Industrial Copilots von Siemens können einerseits die Arbeitsabläufe von Nutzern effizienter machen und andererseits auch Prozesse optimieren. Je nach Bereich kann ein industrieller Copilot einen optimierten Automatisierungscode generieren, bei der Kommunikation mit Maschinen oder bei der Automatisierung von Aufgaben helfen, Datenanalysen durchführen sowie bei Entscheidungsprozessen assistieren. Z. B. kann der Industrial Copilot bei Bedarf eine Fehler-Diagnose durchführen und anzeigen, welche Maßnahmen erforderlich sind, damit die Maschine wieder einsatzfähig ist. Der generative KI-Assistent kann auch helfen, Routineaufgaben zu automatisieren oder bei der Planung der Maschinenanlagen unterstützen sowie helfen, neue Mitarbeiter einzuarbeiten.
Durch diese Automatisierung können Unternehmen Zeit und Ressourcen sparen, während gleichzeitig die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Abläufe erhöht werden./automatisierung/themenfelder/ki-industrie/industrial-copilot.html

Bianca Höflinger (Siemens) am Siemens-Stand auf der Hannnover Messe 2025
Siemens hat eine ganze Reihe an Copiloten entwickelt, für verschiedene Einsatzgebiete. Basieren all diese Copiloten auf der gleichen Software-Architektur?
Sie beruhen alle auf derselben technologischen Basis. Wir verknüpfen im Copilot unsere Expertise in der Industrie und im Bereich Künstliche Intelligenz mit dem Know-how von Microsoft und Amazon im Bereich der Sprachverarbeitung und der Cloud-Dienste. Während der Automatisierungsteil des Industrial Copilots von Siemens bereitgestellt wird, werden Microsoft Azure und Amazon Web Services (AWS) verwendet, um leistungsstarke Cloud-Computing-Ressourcen und KI-Funktionen zur Verarbeitung der natürlichen Sprache bereitzustellen.
Der Industrial Copilot for Operations soll künftig als On-Premises-basiertes Hardware-Software-Bundle mit dem Simatic Industrie-PC angeboten werden. Diese Konfiguration erfordert keine Internetverbindung und speichert Daten auf lokalen Hardwaregeräten. Damit wird die Datensicherheit gewährleistet, denn alle Kundendaten werden direkt auf dem Shopfloor verarbeitet und dort gespeichert.
Ist eine Evaluierung der Ergebnisse notwendig?
Bei standardisierten, routinemäßigen Aufgaben ist der Industrial Copilot schon heute extrem gut und seine Vorschläge können zum größten Teil übernommen werden, auch bei komplexen Aufgaben bietet er eine umfassende Unterstützung. Dennoch spielt der Mensch weiterhin eine wichtige Rolle und übernimmt die Aufsicht und trifft am Ende die Entscheidung, ob er die Vorschläge des KI-gestützten Assistenten übernimmt. Dabei ist die Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI entscheidend, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
Wie einfach ist, es für den Anwender die Bedienung eines Copiloten zu erlernen?
Unser Ziel war es, die Arbeit der Menschen durch den Einsatz von KI zu erleichtern. Der Industrial Copilot bietet eine Benutzeroberfläche, über die man per Eingabe in natürlicher Sprache mit der KI kommunizieren kann, der Sprache, die vom Benutzer verwendet wird, sowohl in schriftlicher als auch in gesprochener Form. Durch diese Sprachbedienung kann der Benutzer durch die Anwendungen navigieren, Fragen stellen oder der KI seine Anweisungen geben.
Prinzipiell ist die Bedienung des Industrial Copilot intuitiv und einfach. Für Benutzer, die im Umgang mit dem Industrial Copilot Unterstützung brauchen, wird Siemens Trainings anbieten. Bei diesen Schulungen können Anwender nicht nur die Bedienung erlernen, sondern auch trainieren, ihre Fragen so zu optimieren, dass sie die bestmöglichen Ergebnisse erhalten.
Das Interview mit Innovation Marketing Managerin Bianca Höflinger (Siemens) führte Softwareentwicklerin und Redakteurin Natalie Intorf (AMA Digital Networks).





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