Winkelmesssystem

Inkrementelles System rundet Portfolio für Rundachsen ab

Inkrementelles System rundet Portfolio für Rundachsen ab

Mit seinem umfangreichen Portfolio an Lager- und Torquemotoren-Baureihen nimmt der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler seit vielen Jahren eine herausragende Stellung auf dem Markt für angetriebene Rundachsen und Rundtische ein.

Das fein abgestufte und flexibel kombinierbare Portfolio eröffnet Herstellern die Möglichkeit, mit geringem Aufwand Rundtische und Rundachsen mit eigenen USPs zu entwickeln. Als Option bietet Schaeffler für Rundachsen bislang das absolute Amosin-Winkelmesssystem an. Das neue, inkrementelle Amosin-Winkelmesssystem schließt eine noch verbliebene Lücke für Anwendungen, bei denen ein absolutes Winkelmesssystem nicht unbedingt erforderlich oder nicht einsetzbar ist.

Lagerintegrierte Lösung mit vielen Vorteilen

Die Maßverkörperung der Amosin-Winkelmesssysteme ist am Lagerinnenring aufgebracht und der Messkopf am feststehenden Lageraußenring befestigt. Damit bedarf es vom Kunden keinerlei Konstruktionsaufwand bei der Adaption des Messsystems an die Umgebungskonstruktion. Die Maßverkörperung auf dem Lagerinnenring garantiert die bestmögliche Rundlaufgenauigkeit und zugleich die geringste Verkippung der Maßverkörperung bei mechanischer Belastung der Achse. Diese lagerintegrierte Lösung bietet die größtmögliche Messgenauigkeit. Bei anderen Messsystemen außerhalb der Lagerebene beeinflusst die Verkippung der Achse das Messergebnis negativ bzw. muss aufwendig kompensiert werden.

Die vollständige Integration des Amosin-Messsystems in das Rundtischlager macht es auch möglich, auf eine Justierung des Luftspalts zwischen Maßverkörperung und Messkopf zu verzichten. Die Fertigungstoleranzen sind entsprechend darauf abgestimmt. Das Messsystem ist schmutzunempfindlich, insbesondere gegenüber Schmierstoffen und (relativ) unempfindlich gegenüber Magnetfeldern von Direktantrieben.

Sichere Datenübertragung bei kombinierten Achsen

Das inkrementelle Winkelmesssystem wurde mit der klassischen, analogen Schnittstelle 1Vss ausgestattet. Damit ist es auch für Anwendungen prädestiniert, bei denen das Positionssignal über eine weitere Rotationsachse mittels Schleifring übertragen werden muss. Der Vorteil dabei: Die analoge Spannung der sinusförmigen, inkrementellen Ausgangssignale ermöglicht auch über Schleifringe eine zuverlässige Übertragung und damit betriebssichere Achsen.

Alternative zum absoluten Winkelmesssystem

Das inkrementelle System verfügt über abstandskodierte Referenzmarken. Beim Einschalten der Steuerung muss zwar eine Referenzsuchfahrt gefahren werden, aber nur so weit, bis die beiden Referenzmarken überfahren werden. Dann ist die absolute Winkelposition bekannt und es kann mit der Bearbeitung begonnen werden. In der Praxis wirkt sich dies oft nicht nachteilig aus, wenn die Referenzsuchfahrt z.B. während eines Fettverteilungslaufs durchgeführt wird.

Symbiose aus Lagerung und Messsystem

Schaeffler rüstet seine Rundachslager der Baureihe YRTC mit dem inkrementellen Amosin-Winkelmesssystem aus. Bei den YRTCMI-Lagern (MI= Messsystem inkrementell) handelt es sich um Axial-Radiallager mit besonders hoher Steifigkeit und niedrigen, gleichmäßigen Reibmomenten. Sie verfügen außerdem über exzellente Plan- und Rundlaufgenauigkeiten. Die YRTCMI-Lager eignen sich mit dieser Kombination an Eigenschaften z. B. besonders für den Einsatz in Wälzfräsmaschinen und in hochbelasteten Positionier- und Schwenkachsen für die Ultrapräzisionsbearbeitung.

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