Zahnstangengetriebe

Aus voller Drehung ins Lineare

Aus voller Drehung ins Lineare

Mit dem innovativen Konzept für Zahnstangentriebe hat Stöber ein kompaktes, prozesssicheres Easy-to-Use-System entwickelt, das genau auf die Anwendungen in Werkzeugmaschinen, Automation und Robotik abgestimmt ist. Kombiniert mit den Planeten- oder Kegelradgetrieben sowie Servomotoren von Stöber im Direktanbau erhalten Anwender aus einer Hand eine Vielzahl an kompakten, hochdynamischen Antriebslösungen. Die vollständigen Getriebeeinheiten sind sofort einsatzbereit, der Montageaufwand entfällt komplett.

Von High Flexibility bis High Force: Mit seinen Zahnstangentrieben kombiniert mit Synchron-Servomotoren hat Stöber ein System im Portfolio, das sich an die unterschiedlichen Ansprüche hinsichtlich Belastbarkeit und Präzision anpassen lässt. Die Zahnstangentriebe basieren auf einsatzgehärteten und geschliffenen Ritzeln mit höchster Verzahnungsqualität und exakt darauf abgestimmten Zahnstangen des Kooperationspartners Atlanta.

Der Anwender profitiert ganz klar von den Vorteilen des Direktanbaus, denn Adapter machen Antriebseinheiten schwerer und sie benötigen mehr Bauraum. Das wirkt sich negativ auf Dynamik und Volumen aus. Dazu kommt der erhöhte Montageaufwand. Antriebsspezialist STÖBER bietet vier verschiedene Baureihen an Zahnstangentrieben, die sich im Direktanbau an die Synchron-Servomotoren der Baureihe EZ in sämtlichen Größen anbinden lassen. Der Anwender erhält ein kompaktes, prozesssicheres Easy-to-Use-System aus einer Hand, das genau auf seine Aufgabe abgestimmt ist.

Besonders stark oder doch flexibel?

Die schrägverzahnte Baureihe ZV ist vor allem flexibel. Die Ritzelposition kann sich je nach Einsatz am Wellenende oder an der Wellenschulter befinden, die Welle-Nabe-Verbindung ist spielfrei und formschlüssig. Sie lässt sich nicht nur mit einem Planetengetriebe koppeln, sondern auch mit Kegelradgetrieben – zum Beispiel mit der Baureihe KS. Kombiniert mit dem Synchron-Servomotor EZ erhält der Kunde so einen Antrieb, der durch eine extrem kompakte Gehäusegeometrie mit wenig Gewicht und einer hohen Volumenleistung punktet. Durch die großen, steifen Abtriebslager kann das Drehmoment der KS-Getriebe zudem voll in Vorschubkraft umgewandelt werden. Damit ist diese Baureihe prädestiniert für Automation und Robotik.

Weil die Ritzel bei der Baureihe ZR ohne zusätzlichen Flansch montiert sind, profitiert der Anwender mit dieser schrägverzahnten, einsatzgehärteten und geschliffenen Version von einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch eignet sich diese sehr gut für hohe Vorschubgeschwindigkeiten.

Stöber hat für die Baureihe ZTRS eine fest verschraubte Stützlagerglocke entwickelt. Die Versteifungsrippen an der Innenkontur ermöglichen es, das Getriebemoment des Zahnstangenantriebs voll zu nutzen, was die Leistungsdichte und die Steifigkeit verbessern. Zum Einsatz kann diese Baureihe für Vorschubachsen in Werkzeug- und Lasermaschinen sowie in hochdynamischen und präzisen Handling-Systemen kommen. Die Zahnstangentriebe lassen sich mit unterschiedlichen Getrieben kombinieren.

Stellt die Stützlagerglocke in Vorschubachsen eine Störkontur dar, bietet Stöber die Baureihe ZTR. Diese zeichnet sich durch einen kleinen Ritzeldurchmesser, eine hohe Linearsteifigkeit und geringe Drehmomente bei hohen Vorschubkräften aus. Die Ritzel mit dem angeschweißten Schraubflansch lassen sich einfach montieren und demontieren. Die Zahnstangentriebe können ebenfalls mit den Getrieben der Baureihen PH und PHV kombiniert werden. Mit den Planetengetrieben der Baureihe PH zum Beispiel erreichen die Versionen ZR, ZTR und ZTRS einen sehr guten Rundlauf, der optional auf kleiner-gleich 0,01 Millimeter optimiert werden kann.

Der Anwender kann die komplett fertigen Einheiten sofort einbauen – ohne Motor und Ritzel zu adaptieren. Über alle Baureihen hinweg sind Beschleunigungsvorschubkräfte von 0,48 bis 126 kN erreichbar. „Möglich ist dies natürlich durch die Gewichtseinsparung“, beschreibt Udo Cyrol, Leiter Stöber Vertriebscenter Süd-Ost. „Denn meist fahren die Zahnstangentriebe auf dem bewegten Bauteil mit. Durch den fehlenden Motoradapter lassen sich die Einheiten kürzer und leichter gestalten, was auch die Eigenschwungmasse reduziert.“ Zu einer weiteren Gewichtseinsparung trägt die One Cable Solution von Stöber bei. Dank des zukunftssicheren Protokolls Heidenhain EnDat 3 erübrigt sich mit dem Hybridkabel ein Encoderkabel, wodurch die Schleppkette kleiner ausfallen kann.

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