Elektroantriebe
Wenn Robustheit auf maximale Laufruhe trifft
Laborzentrifugen stellen je nach Anwendung verschiedene Anforderungen an die eingesetzte Antriebstechnik – insbesondere in Bezug auf Drehzahl, Bauraum und Laufruhe. Die Groschopp AG - Drives and More verfügt über langjährige Erfahrungen und die notwendige Expertise, um individuelle Antriebslösungen in der Medizintechnik umzusetzen.
„Wenn eine Laborzentrifuge in der Analysestraße einer Blutbank eingesetzt wird, soll die Separierung von Plasma und Blutkörperchen erfolgen, ohne dass dabei die empfindlichen Proben zerstört werden,“ erklärt Christian Skaletz, Produktmanager bei Groschopp. „Dabei geht es nicht unbedingt um hohe Fliehkräfte, vielmehr ist ein hoher Durchsatz gefragt“. Es gibt jedoch auch Anwendungen, in denen es gilt, die Bestandteile einer Emulsion voneinander zu trennen – das erfordert wiederum hohe Drehzahlen. Wichtig ist in jedem Fall, dass durch den Antrieb keine Hitze entsteht, die dem Material schaden könnte. Für den Einsatz in Zentrifugen reichen daher Motoren von der Stange oft nicht aus. Groschopp entwickelt maßgeschneiderte Antriebskonzepte, die den Anforderungen der jeweiligen Anwendung gerecht werden.
Hochtourige Drehstromspezialmotoren
Die Induktionsmotoren des Herstellers bieten eine leistungsfähige und kompakte Lösung, insbesondere wenn sehr hohe Drehzahlen von bis zu 30.000 Umdrehungen pro Minute bei geringem Bauraum gefordert sind. Die robusten Asynchronmotoren überzeugen durch ihren guten Wirkungsgrad und ihre hohe Wuchtgüte sowie einen ruhigen Lauf. Groschopp arbeitet eng mit Zentrifugen-Herstellern zusammen, testet auf Wunsch vorab den Einbau des Motors in die Zentrifuge im Labor und führt Vibrationsmessungen durch. Bei Bedarf fertigt das Unternehmen zusätzliche Dämpfungselemente im Lagerschild an, um die Schwingungen des Systems zu reduzieren. Durch eine individuelle Auslegung der Motorwicklung lassen sich zudem die Erwärmung und der Energieverbrauch verringern. Auch eine individuelle Gestaltung der Kennlinie ist dank der Expertise des Herstellers möglich.
AC-Servomotoren und BLDC-Motoren
Alternativ hat Groschopp BLDC-Motoren für den Einsatz in Laborzentrifugen im Angebot, die weitere spezifische Vorteile bieten. Dazu zählen insbesondere ihr hohes Anlaufmoment, was vor allem bei dynamischen Anwendungen mit einer hohen Beschleunigung gefragt ist sowie ihre kompakte Bauform. Die maximalen Drehzahlen liegen hier bei etwa 12.000 Umdrehungen pro Minute.
Außerdem bietet das Unternehmen Antriebslösungen mit integrierten Gebern an, die eine präzise Erfassung von Drehzahl und Läuferposition ermöglichen. Das kann sich zum Beispiel bei der automatisierten Probenentnahme als entscheidender Vorteil erweisen. Im Bereich Condition Monitoring arbeitet Groschopp aktuell an einer Lösung, bei der standardmäßig die Wicklungstemperatur überwacht sowie Vibrationen und Unwuchten erkannt werden. Als weitere Option steht für das selbstentwickelte System das Messen der Luftfeuchtigkeit zur Verfügung.
Individuelle Antriebssysteme für die Medizintechnik
Das Produktportfolio des erfahrenen Antriebsspezialisten deckt verschiedene Anwendungsbereiche in der Medizintechnik ab: darin enthalten sind zum Beispiel Induktions- oder Reihenschlussmotoren für Labor- und Probenmühlen bzw. Schleif- und Poliermaschinen sowie Servo- und PMDC-Motoren für Röntgen- und Bildgebungssysteme, OP-Tische oder Therapiegeräte. Auch EMV-optimierte Motoren sind erhältlich.
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